Was sind die Bezeichner von Google Analytics?

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Veröffentlicht am 12. Feb. 2024 und bearbeitet am 20. Feb. 2024 von Iron Brands

Verwirrt durch die Bezeichner von Google Analytics? Da sind Sie nicht der Einzige!

Google Analytics 4 verwendet eine Vielzahl von persönlichen Bezeichnern, die gleich aussehen, aber unterschiedlich funktionieren und verschiedene Funktionen erfüllen. Das kann ein wenig Verwirrung stiften. Sehen wir uns also an, was diese Kennungen sind und wofür sie verwendet werden.

  1. Was sind die Kennungen von Google Analytics?
  2. Wofür sind Bezeichner da?
    1. Cookies
    2. App-Instanz-Bezeichner
    3. Benutzer-IDs
    4. Werbekennungen
  3. Gibt es noch andere Identifikatoren in Google Analytics?
  4. Sind Kennungen personenbezogene Daten/persönliche Informationen?
  5. Brauche ich eine Einwilligung für Identifikatoren?
  6. Abschließende Überlegungen
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Was sind die Kennungen von Google Analytics?

  • Cookiesvon Erstanbietern sind eines der wichtigsten Tracking-Tools in Google Analytics 4. Jedes Cookie enthält eine eindeutige Kennung namens _ga cookie
  • App-Instanz-Kennungen werden von bestimmten Apps generiert, wenn sie installiert werden. Sie identifizieren eine eindeutige Installation für die App.
  • Werbekennungen sind an ein bestimmtes Gerät gebunden, in der Regel ein Mobiltelefon
  • User-IDs sind benutzerdefinierte Bezeichner, die einem Google Analytics-Kunden helfen, Nutzer geräteübergreifend zu verfolgen.
  • DoubleClick-Cookies werden von Google Analytics verwendet, um zu verstehen, ob dem Nutzer eine bestimmte Anzeige angezeigt wurde.

Wofür sind Bezeichner da?

Schauen wir uns die von Google Analytics 4 verwendeten Kennungen genauer an und prüfen wir, ob sie den Datenschutz beeinträchtigen.

Cookies

Cookies von Erstanbietern sind das wichtigste Tracking-Tool in Google Analytics 4. Google Analytics kann auch ohne sie funktionieren, ist aber recht leistungsschwach.

Die Erstanbieter-Cookies von Google Analytics sind für jede Website gleich, was bedeutet, dass Google die Nutzer im gesamten Web verfolgen kann, Websites jedoch nicht. In Bezug auf den Datenschutz sind die Erstanbieter-Cookies ein Fortschritt gegenüber den hochgradig invasiven Drittanbieter-Cookies, die Universal Analytics verwendet haben, aber sie sind immer noch nicht ideal.

App-Instanz-Bezeichner

App-Instanz-Identifikatoren stammen meist aus SDKs. SDKs sind Codebündel, aus denen Anwendungen erstellt werden.

App-Instanz-Bezeichner sind entscheidend für die Verfolgung des mobilen Datenverkehrs durch Google Analytics für Apps und Firebase. Sie spielen auch eine wichtige Rolle beim geräteübergreifenden Tracking.

App-Instanz-Identifikatoren sind ein Alptraum für den Datenschutz, da SDKs oft zwielichtig sind und sich der Kontrolle der Nutzer entziehen können. Die iOS-Umgebung schneidet in dieser Hinsicht jedoch besser ab als Android, da sie über Tracking-Kontrollen verfügt.

Benutzer-IDs

User-IDs sind benutzerdefinierte Bezeichner, die Google Analytics-Nutzer mit einem anderen Bezeichner verknüpfen können, um Nutzer geräteübergreifend zu verfolgen. User-IDs können beispielsweise mit den Anmeldeinformationen der Nutzer verknüpft werden, um die Nutzer einer App oder Website über verschiedene Geräte hinweg zu verfolgen.

Aus Sicht des Datenschutzes sind User-IDs an sich nicht problematisch, fördern aber invasive Tracking-Techniken wie Device Fingerprinting und probabilistisches Tracking.

Werbekennungen

Werbekennungen sind in Geräten eingebaute Tracker. In der Praxis sind die wichtigsten die AAID und die IDFA:

Werbekennungen werfen Fragen zum Datenschutz auf, insbesondere AAID. AAID-Tracker werden ohne Zustimmung des Nutzers gesetzt, und die Option zum Ausschalten des Trackings ist tief in den Datenschutzoptionen des Geräts verborgen. Dieses Opt-out-System ist ein eklatanter Verstoß gegen die Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) und die Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation (ePrivacy) der EU, und wir sind ziemlich überrascht, dass die Regulierungsbehörden noch nicht gegen AAID vorgegangen sind.

Apple ist hier etwas datenschutzfreundlicher, da IDFA seit 2020 ausdrücklich um eine Opt-in-Einwilligung bittet.

Gibt es noch andere Identifikatoren in Google Analytics?

Ja, die gibt es. Aber die von uns aufgeführten sind die wichtigsten Identifikatoren und diejenigen, mit denen Vermarkter ständig arbeiten.

Google Analytics verwendet zum Beispiel IP-Adressen, die ebenfalls Identifikatoren sind. Aber Google Analytics 4 verwendet IPs nur für die Kommunikation. Im Gegensatz zu Universal Analytics speichert Google Analytics 4 keine IP-Adressen und verwendet sie nicht für Analysen. Fazit: Vermarkter können sie ignorieren.

Sind Kennungen personenbezogene Daten/persönliche Informationen?

Es gibt keine allgemeingültige Antwort, da verschiedene Gesetze unterschiedliche Definitionen von personenbezogenen Daten haben.

Nach EU-Recht ist die Situation ziemlich klar: Kennungen sind immer personenbezogene Daten. Dies gilt per Definition: Alle Daten, mit denen eine Person identifiziert oder abgegrenzt werden kann, erfüllen die Definition der Datenschutz-Grundverordnung für personenbezogene Daten.

Insbesondere die Kennungen von Google Analytics werden als pseudonyme Daten betrachtet, die eine Unterart der personenbezogenen Daten sind und nicht mit anonymen Daten verwechselt werden dürfen. Als eine Art von personenbezogenen Daten unterliegen pseudonyme Daten allen Regeln und Schutzmaßnahmen der DSGVO.

Brauche ich eine Einwilligung für Identifikatoren?

Das hängt vom jeweiligen Rechtsrahmen ab. In der EU brauchen Sie auf jeden Fall eine Einwilligung, aber nicht jedes Unternehmen achtet auf die Einhaltung der Vorschriften. So gehen viele Entwickler mit Trackern in ihren SDKs leichtfertig um, und viele Websites schreiben Google Analytics, bevor die Nutzer ihre Zustimmung gegeben haben. Außerdem verstößt Google massiv gegen das Gesetz, indem es keine Opt-in-Einwilligung für AAID einholt.

Abschließende Überlegungen

Wir von Simple Analytics mögen Cookies überhaupt nicht, egal ob es sich um Erstanbieter oder Drittanbieter handelt. Wir glauben an ein offenes Web, das benutzer- und datenschutzfreundlich ist. Aus diesem Grund haben wir einen Webanalysedienst entwickelt, der keinerlei persönliche Daten sammelt.

Simple Analytics ist datenschutzfreundlich, sofort einsatzbereit und einfach einzurichten und zu erlernen. Neue Benutzer finden sich dank des praktischen KI-Assistenten und der übersichtlichen, intuitiven Benutzeroberfläche im Handumdrehen zurecht.

Wenn Sie sich davon angesprochen fühlen, probieren Sie uns doch einfach aus!

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